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Philippe d'Alençon

1339 Paris, 15.8.1402 Rom. Sohn Karls II. von Valois, Grafen von Alençon (ab 1326), und der Maria de la Cerda. Neffe König Philipps VI. von Frankreich. Ab 1360/1362 Erzbischof von Rouen. Bei Ausbruch des Grossen Schismas (1378) hielt Philippe d'Alencon zum römischen Papst Urban VI. 1378 Kardinal. 1387-1390 reiste er als päpstlicher Legat ins Reich, um die Fürsten für die römische Obödienz zu gewinnen. Auf dem Weg nach Norden hielt er sich von September-November 1387 in Luzern, Zürich und Basel auf, wo er mehrere Urkunden ausstellte, unter anderem für das Land Schwyz (100 Tage Ablass in allen Kirchen des Landes), für Spital und Stadt Luzern ("Privilegia cardinalis" im sogenannten ältesten Ratsbüchlein der Stadt), für Sisikon (Erhebung zur Pfarrei) und für St. Alban in Basel (Lösung von der avignontreuen Mutterabtei Cluny). Später stieg er zum Dekan des Kardinalskollegiums auf.

Quellen und Literatur

  • A.P. von Segesser, Rechtsgesch. der Stadt und Republik Luzern 2, 1852, 876-878
  • DHGE 2, 96 f.
  • P. Van Kerrebrouck et al., Les Valois, 1990, 412 f.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 1339 ✝︎ 15.8.1402

Zitiervorschlag

Ansgar Wildermann: "Alençon, Philippe d'", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.04.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012459/2001-04-23/, konsultiert am 23.02.2024.