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2. Hälfte des 14. Jh. (Cornette, de Congeyo) Rennes, 1433/34 Rom. Reformerischer Karmelitermönch und charismat. Wanderprediger, der 1424 in der Bretagne zwei Klöster gründete. Als Prediger unternahm er mehrere Rundreisen (Picardie, Lyon), auf denen er den Kleiderluxus und die Korruption der Geistlichkeit energisch anprangerte. Parallel dazu gründete C. 1425 mit Unterstützung des Administrators der Diözese Sitten, Andreas dei Benzi von Gualdo, und des Walliser Landtags in Gerunden (Gem. Siders) ein Karmeliterkloster. C. war dessen erster Prior und führte im Kloster mit Unterstützung des Walliser Landtags 1428 die strikte Observanz ein. Vermutlich wirkte er als Prediger auch in der Westschweiz. 1433 reiste er nach Rom, wo er sich durch seine heftigen Predigten den päpstl. Hof zum Feind machte, der Häresie angeklagt und zum Feuertod verurteilt wurde.

Quellen und Literatur

  • HS V/2, 1148 f.
  • H. Martin, Le métier de prédicateur en France septentrionale à la fin du Moyen Age (1350-1520), 1988