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Engelberger Meister

Unter dem Begriff Engelberger Meister verstand Ferdinand Güterbock (1948) einen um 1200 als Illuminator, Schreiber und Chronisten wirkenden anonymen Engelberger Mönch. Heute gilt der Engelberger Meister nur noch als Hauptilluminator des Skriptoriums. In seinem Hauptwerk, Kodex 14 der Stiftsbibliothek (Augustinus, "De Trinitate"), stammen alle Bildinitialen und Zeichnungen von ihm. Ein Fragment der Burgerbibliothek Bern enthält eine mit plastischem Rankenwerk gestaltete C-Initiale. Seine Arbeiten (v.a. Federzeichnungen) weisen auf andere süddeutsche Reformklöster (Rheinau) hin und bestehen aus Figuren und Drôlerien mit reichem Rankenwerk und doppeltem Rahmen, die eine geschlossene Gesamtwirkung und starke Kompositionskraft bekunden.

Quellen und Literatur

  • A. Bruckner, Scriptoria medii aevi Helvetica 8, 1950
  • K.A. Stöckli, «Codex Engelbergensis 14 und das Engelberger Scriptorium um 1200», in Aachener Kunstbl. 47, 1976/77, 13-80, (mit älterer Lit.)
  • Die Bilderwelt des Klosters Engelberg, hg. von C. Eggenberger, 1999
Weblinks

Zitiervorschlag

Rolf De Kegel: "Engelberger Meister", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 29.07.2004. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012588/2004-07-29/, konsultiert am 27.03.2023.