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Eugen IV.

um 1383 (Gabriele Condulmer) Venedig, 23.2.1447 Rom. Sohn des Angelo Condulmer, eines venezian. Adeligen, und der Bariola Correr, der Schwester von Papst Gregor XII. Dank seines Onkels wurde E. 1407 Bf. von Siena und 1408 Kardinal. Seine Wahl zum Papst am 3.3.1431 fiel zusammen mit der Eröffnung des Konzils von Basel, gegen das er während seines ganzen Pontifikats kämpfte. Bereits am 18.12.1431 verordnete er die Auflösung des Konzils und seine Verlegung nach Bologna. Da dieser Beschluss in Italien und Rom heftig angefochten wurde, nahm er ihn schliesslich wieder zurück. Einer der Streitpunkte waren die päpstl. Annaten, welche das Konzil im Juni 1435 beseitigt hatte. Zum endgültigen Bruch kam es 1437 während der Diskussionen um eine Union mit der griech. Kirche. Am 30.12.1437 ordnete E. die Verlegung des Konzils nach Ferrara an. Die Konzilsväter von Basel setzten ihn daraufhin am 25.6.1439 ab und wählten am 5.11.1439 Hzg. Amédée VIII. von Savoyen zum Papst, der den Namen Felix V. annahm. Das neue Schisma blieb relativ begrenzt, spaltete aber die Schweiz: Die Diözesen Basel, Lausanne, Genf gehörten zur Obödienz Felix' V., Sitten war geteilt, Konstanz und Chur jedoch hielten sich auf der Seite E.s. 1443/44 erhielt E. auch die Unterstützung Ks. Friedrichs III., der im Krieg Zürichs gegen die Eidgenossenschaft (Alter Zürichkrieg) Verbündeter Zürichs gewesen war. Der Tod E.s 1447 und der Niedergang des Basler Konzils erleichterten die Abdankung Felix' V. und die Beendigung des Schismas.

Quellen und Literatur

  • J. Stutz, « Felix V.», in ZSK 24, 1930, 196-199
  • H. Berger, Der Alte Zürichkrieg im Rahmen der europ. Politik, 1978
  • DBI 43, 496-502
  • Dictionnaire historique de la papauté, 1994, 642-645
  • Enciclopedia dei papi 2, 2000, 634-640
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