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WilhelmGraumeister

1436, 1519 La Neuveville, von Saint-Ursanne. 1459-1519 war G. Pfarrer in Vinelz im Amt Erlach, ab 1507 auch Kaplan an der Weisskirche in La Neuveville. Für sein 1488 entstandenes Missale, ein philosoph.-theol. Messbuch, benutzte er als Quellen v.a. Wilhelm Durandus' "Rationale divinorum officiorum" und Jacobus von Voragines "Legenda aurea". G. stellte das Missale eigens zusammen und ergänzte es mit zahlreichen Hinweisen u.a. über Feste, Ablässe, Konzilsbeschlüsse. Es enthält neben den liturg. Teilen auch astronom.-komputist. Texte, Kalendernotizen und Zitatensammlungen. Das Missale von G. gibt ein Bild von der Gelehrsamkeit eines überdurchschnittlich gebildeten Landpfarrers.

Quellen und Literatur

  • J. Leisibach, «Das Missale des Wilhelm G.», in ZSK 71, 1977, 141-199
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