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Heddo

vor 700, nach 762. Der aus alemannischem Adel stammende Heddo wurde 727 von Pirmin, dem Gründer des Klosters Reichenau, als Abt in Reichenau eingesetzt. Heddo hat die Konvente von Niederaltaich (Bayern), Murbach (Elsass) und Pfäfers besiedelt. Durch den alemannischen Herzog Theudebald wurde er 732 nach Uri verbannt, von Karl Martell befreit und wieder als Abt eingesetzt, 734 schliesslich zum Bischof von Strassburg erhoben. Er hat die Kirchenreform im Bistum Strassburg massgeblich beeinflusst (u.a. durch die Gründung der Klöster Ettenheimmünster und Münster im Gregorienthal).

Quellen und Literatur

  • H. Schnyder, «Heddo, Abt der Reichenau und Bf. von Strassburg», in HNU 37/38, 1982/83, 19-50
  • HS III/1, 1067 f.
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Zitiervorschlag

Eberl, Immo: "Heddo", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 29.11.2007. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012678/2007-11-29/, konsultiert am 29.11.2021.