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Heinrich II.

1180-1193/1194 zuerst als gewählter, wohl ab 1184 als geweihter Bischof von Chur bezeugt, vorher Domherr in Salzburg. Als Parteigänger Kaiser Friedrichs I. beschwor Heinrich II. 1183 dessen Konstanzer Frieden mit den lombardischen Städten, nahm an verschiedenen Hoftagen teil, so auch 1184 am grossen Hoffest in Mainz, und begleitete Friedrich I. 1184 auf seinem letzten Italienzug bis Verona. 1191 war er an der Provinzialsynode von Mainz. Das Bistum Chur litt unter seiner Misswirtschaft. Ein auf Ansuchen des Domkapitels eingeleiteter Prozess wegen schwerer Vergehen Heinrichs II. führte Ende 1193 oder Anfang 1194 zu dessen Absetzung durch Papst Cölestin III.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 477
  • U. Affentranger, Die Bf. von Chur in der Zeit von 1122 bis 1250, 1975, 87-101
  • DHGE 23, 1112 f.
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Zitiervorschlag

Veronika Feller-Vest: "Heinrich II.", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.12.2007. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012684/2007-12-05/, konsultiert am 21.05.2022.