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UrsHirsinger

vor 1512, nach 16.8.1539, katholisch, von Lyss. Am 18. Mai 1512 wurde Urs Hirsinger zum letzten Abt der Zisterzienserabtei Frienisberg (Gemeinde Seedorf BE) ernannt. Nach der Einführung der Reformation stellte die Berner Obrigkeit im Mandat vom 7. Februar 1528 allen Klosterinsassen den Austritt frei. Hirsinger und ein Grossteil des Konvents widersetzten sich dem Befehl, das Ordenskleid abzulegen, und blieben im Kloster. Am 16. Oktober 1528 wurden Hirsinger Urbar und Siegel abgefordert. Daraufhin floh er nach Hauterive, wo er sich um 180 Kronen einkaufte. Am 16. August 1539 ernannte er Ludwig Hug von Burgdorf, einen ehemaligen Mönch Frienisbergs, zu seinem Nachfolger in Frienisberg und zeigte die Handlung dem Berner Rat an.

Quellen und Literatur

  • HS III/3, 140 f.
Weblinks
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ vor 1512 ✝︎ nach 16.8.1539

Zitiervorschlag

Girardet, Giorgio: "Hirsinger, Urs", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.11.2006. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012697/2006-11-10/, konsultiert am 18.01.2022.