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Margaretha

Historisch nicht nachweisbare Märtyrerjungfrau von Antiochia, deren Kult im Kloster Pfäfers im 14. und 15. Jh. gefördert wurde. Das frühestens Ende 15. Jh. datierte St.-M.-Lied (Canzun de sontga Margriata) wurde erstmals 1901 von Caspar Decurtins ohne Quellenangabe ediert. Der literarisch stark stilisierte Text erzählt die Sage von der Verödung der Alp Kunkels bei Pfäfers. Offensichtlich handelt es sich bei der agierenden Frauengestalt um eine Fruchtbarkeit spendende, aber sich auch rächende Wildfrau aus dem Volksglauben, die sich mit der christl. Heiligen erzählerisch verbunden hat. Anliegen beider myth. Figuren ist das Wohlergehen von Hirten und Herden.

Quellen und Literatur

  • A. Decurtins, «Zur Entstehung des rätorom. St. M.-Liedes», in SAVk 58, 1962, 138-150
  • I. Müller, «Die christl. Elemente des rätorom. M.-Liedes», in SAVk 58, 1962, 125-137