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Martianus

Bischof von Konstanz in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts. Auf der Zwiefalter Bischofsliste ist Martianus als Fünfter nach Gaudentius und vor Johannes genannt, die neuere Forschung geht hingegen davon aus, dass er der sechste Bischof von Konstanz gewesen ist. Die Datierung seines Pontifikats (629-639 ) beruht auf dem Hinweis im Privileg Friedrichs Barbarossa von 1155, König Dagobert (639) habe die Grenzen des Bistums zur Zeit Martianus' neu festgelegt. Unwahrscheinlich ist die in den Konstanzer Brevieren des 16. Jahrhunderts Martianus zugeschriebene Weihung einer von Trudpert um 600 gegründeten Kirche zu Ehren der Apostel Petrus und Paulus, wie auch die Identifizierung Martianus' mit dem im Dom zu St. Eufemia in Grado (Friaul) beerdigten sogenannten Wanderbischof Marcianus.

Quellen und Literatur

  • HS I/2, 240 f.
  • Germania Sacra NF 42,1, 2003, 33 f.
Weblinks

Zitiervorschlag

Giorgio Girardet: "Martianus", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.04.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012784/2016-04-13/, konsultiert am 01.07.2022.