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Norbert

Erstmals erwähnt 1071, 26.1.1088 Chur. Vielleicht aus dem Geschlecht der Grafen von Weilheim oder von Hohenwart. Als Dompropst von Augsburg wurde Norbert im Investiturstreit von Heinrich IV. 1079 zum Bischof von Chur ernannt. Entgegen der Nachricht des papsttreuen Annalisten Berthold von Reichenau über eine Doppelwahl scheint Norbert in Churrätien akzeptiert worden zu sein. Er unterzeichnete 1080 an der Synode von Brixen das Dekret über die Absetzung Papst Gregors VII. und versuchte, um die Weihe zu erlangen, erfolglos das Bistum Chur wieder dem kaisertreuen Erzbistum Mailand zu unterstellen. Erst nach dem Wechsel auf dem Mainzer erzbischöflichen Stuhl konnte er die Weihe empfangen. Kurz darauf wurde er an der Synode von Quedlinburg 1085 exkommuniziert. 1087 liess Norbert nach einem Brand das Kloster Müstair wiederherstellen.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 474
  • F. Renz, Churrätien z.Z. des Investiturstreits (1075-1122), 2008, 31-43
Weblinks

Zitiervorschlag

Veronika Feller-Vest: "Norbert", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 06.08.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012868/2009-08-06/, konsultiert am 24.05.2022.