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Tello

Ca. 759-765 Bischof von Chur. Aus der Familie der Zacconen/Viktoriden stammend, Sohn des Präses Victor und der Theusinda. Tello wurde möglicherweise im Kloster Disentis erzogen. Gemäss Walahfrid Strabos Gallusvita vermittelte Tello 759 in der Auseinandersetzung zwischen dem Kloster St. Gallen und Bischof Sidonius von Konstanz. Ferner war er Mitunterzeichner des in der Synode von Attigny (Ardennen) 762 geschlossenen Gebetsbundes. In einer als donatio post obitum verfassten Urkunde vom 15. Dezember 765, die als Tellotestament bekannt ist, vermachte Tello dem Kloster Disentis umfangreichen Besitz. Wie Constantius und Remedius nach ihm vereinigte wohl auch Tello das geistliche Bischofs- mit dem weltlichen Präsesamt.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 469 f.
  • O. P. Clavadetscher, «Zur Führungsschicht im frühma. Rätien», in Montfort 42, 1990, 63-70
  • R. Kaiser, Churrätien im frühen MA, 1998 (22008, überarbeitete und erweiterte Aufl.)
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Zitiervorschlag

Martin Hannes Graf: "Tello", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.08.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013003/2012-08-15/, konsultiert am 08.06.2023.