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Rüssegg

Spätma. Herrschaft im südl. Freiamt im Bezirk Muri, benannt nach der Burg R. und den gleichnamigen Freiherren an der Reuss zwischen Sins und Mühlau. Im 15. Jh. umfasste die Herrschaft nebst Turm und Palas der Burg auch Güter, Vogtei und Niedergerichte in R., Sins, Auw zur Hälfte und Aettenschwil (Twingoffnung 1423), das Fahr in Sins sowie die Fischenz in der Reuss. 1429 verkaufte Henmann die Herrschaft R. an Hans Iberg, Bürger von Luzern. 1501 kam sie über den Luzerner Stadtschreiber Melchior Russ und Ritter Albin von Silenen an die Stadt Luzern. Diese liess die Herrschaft ab 1503 von Ratsmitgliedern als nicht residierende Vögte und 1655-1798 vom Luzerner Kornamt verwalten. Die Burg wurde dem Zerfall überlassen.

Quellen und Literatur

  • SSRQ AG II/9; II/10
  • J.J. Siegrist, «Spätma. Herrschaft im südl. Freiamt», in Argovia 84, 1972, 157-163, 187-191
Kurzinformationen
Variante(n)
Reussegg