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Johann BaptistBrosi

31.1.1791 Mümliswil-Ramiswil, 15.9.1852 Luzern, kath., von Mümliswil-Ramiswil. Sohn des Rudolf, Papierfabrikanten. Theol. Stud. in Luzern, Landshut, Würzburg, Freiburg. 1816 Priesterweihe in Freiburg. 1816-17 Lehrer für kath. Religion und Griechisch am Fellenberg'schen Institut Hofwil, 1818-19 Hofmeister in Wien, 1823-24 Hauslehrer beim niederländ. Gesandten in der Schweiz, Gf. August Liederkerke, 1825-36 Lehrer (Rektor) am Gymnasium Baden, 1836-39 Bezirkslehrer in Laufenburg, ab 1841 wieder in Hofwil, ab 1844 Lateinlehrer am Gymnasium Solothurn und Stiftskaplan. Mit aggressiven Zeitungsartikeln und mit seiner Broschüre "Öffentl. Stimmen über Solothurns Verfassung" löste er 1830 die Regeneration im Kt. Solothurn aus. Er warb auch für das Staatskirchentum der Liberalen ("Badener Artikel"). Nach einem Gesinnungswandel wandte er sich jedoch ab 1840 im konservativen "Echo vom Jura" gegen den gewalttätigen, kirchenfeindl. Radikalismus. Auch durch Publikationen auf den Gebieten der Geschichte und Archäologie machte B. sich einen Namen.

Quellen und Literatur

  • Die Kelten und Althelvetier, 1851
  • «Das Christentum in Helvetien zur Römerzeit», in Urkundio 1, 1857, 5-34
  • Schweiz. Kirchenztg. 1852, 329-331, 337 f.
  • J. Mösch, Die Ausgleichsbewegung im Kt. Solothurn, 1830-31, 1938
  • F. Glauser, Der Kt. Solothurn und die Badener Artikel, 1961
  • E. Koller, «Das kath. Gymnasium», in Argovia 81, 1969, 5-469
  • SolGesch. 3, 1981
Weblinks
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 31.1.1791 ✝︎ 15.9.1852

Zitiervorschlag

Gutzwiller, Hellmut: "Brosi, Johann Baptist", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.01.2003. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013422/2003-01-08/, konsultiert am 05.12.2021.