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JuliusFroebel

16.7.1805 Griesheim (Thüringen), 6.11.1893 Zürich, ref., 1838-51 (Verzicht) von Hirslanden (heute Gem. Zürich). Sohn des Christoph, Pfarrsubstituten, und der Christiane Sophie geb. North. Bruder von Theodor (->). Neffe von Friedrich (->). 1) 1838 Kleophea Zeller, Tochter des Seidenfabrikanten Heinrich und Schwester des Heinrich Zeller (1810-97). 2) 1856 Karolina, Tochter des Ludwig, Gf. von Armansperg. 1833-43 Lehrer an der Industrieschule in Zürich. 1833 PD, 1836-43 ao. Prof. für Mineralogie an der Univ. Zürich. 1840-47 Mitbegründer und literar. Leiter des "Literar. Comptoir Zürich und Winterthur". F. wurde unter dem Eindruck des Züriputsches zum radikalen Demokraten. Im Literar. Comptoir verlegte er unter dem Pseudonym Carl Junius in Deutschland verbotene Werke des Vormärz (polit. Lyrik, junghegelian. und frühsozialist. Schriften). Er machte das Unternehmen zum bedeutendsten Exilverlag und beeinflusste auch die demokrat. und sozialist. Diskussion in der Schweiz. Verbote in Zürich und Deutschland führten zum geschäftl. Ruin. 1848-49 Teilnehmer an den Revolutionen in Frankfurt und Wien (Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung). Nach dem Exil in Amerika (1849-57) Schriftsteller und Journalist in Österreich und Deutschland. 1873-89 Konsul des Dt. Reiches in Smyrna (heute Izmir, Türkei) und Algier. 1889-93 in Zürich.

Quellen und Literatur

  • ZBZ, Nachlass
  • NDB 5, 644-646, (mit Literatur- und Werkverz.)
  • Gruner, Arbeiter
  • R. Koch, Demokratie und Staat bei Julius Fröbel, 1978
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