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Friedrich OttoPestalozzi

2.11.1846 Zürich, 12.1.1940 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Rudolf Alexander, Eisenhändlers, und der Emilie geb. Wiser. 1878 Regula Anna Junghans, seiner Cousine, aus Schramberg (Schwarzwald). Gymnasium, Industrieschule und Ausbildung zum Kaufmann in Zürich. 1867-71 in England in der Firma des Schweizer Konsuls, 1871-78 Mitarbeit im väterl. Betrieb, 1878-1921 Teilhaber. 1878-87 belg. Konsul in Zürich. 1879-97 im Gr. Stadtrat von Zürich, 1883-1918 Kantonsrat. 1865 trat P. in die schwärmer.-rückwärtsgewandte Gesellschaft vom Alten Zürich ein und war Wortführer der Konservativen in Zürich, die auf den Wahllisten und in der Fraktion der Liberalen, später der Freisinnigen, Gastrecht erhielten. 1875 war er Mitgründer des prot.-konservativen Eidg. Vereins, der sich v.a. in nationalen Abstimmungskampagnen profilierte. Zudem engagierte er sich in versch. Sozialwerken der Evang. Gesellschaft. P. beteiligte sich an diversen konservativen Zeitungen, u.a. als Korrespondent der "Allg. Schweizer Zeitung" in Basel und 1883-1916 als Herausgeber der Gratiszeitung "Schweizerblätter". Er war 1878 Mitinitiant und bis 1882 Redaktor der Neuauflage des "Zürcher Taschenbuchs" und erwarb mit Hilfe von Gesinnungsgenossen 1889 die "Zürcher. Freitagszeitung". 1888-95 präsidierte P. die Zürcher Künstlergesellschaft und war 1898 Mitinitiant und bis 1918 Leiter des "Schweiz. Künstler-Lexikons". Als ehem. Präsident der Kirchenpflege Fraumünster stand er der Baukommission der Kirchenrenovation von 1910-11 vor. Wegen seiner konservativen Gesinnung und des Engagements für die Lokalgeschichte galt P. als Verkörperung des Alten Zürichs schlechthin. 1916 Dr. h.c. der Univ. Zürich.

Quellen und Literatur

  • StAZH, Nachlass
  • ZTb 1942, 1941, 16-26, (mit Werkverz.)
  • E. Eidenbenz-Pestalozzi, Friedrich Otto P., 1952
  • H. Pestalozzi-Keyser, Gesch. der Fam. P., 1958, 161-163
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 2.11.1846 ✝︎ 12.1.1940