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FelixWild

31.7.1809 Wädenswil, 3.5.1889 Wädenswil, reformiert, von Wädenswil. Sohn des Hans Jakob, Kaufmanns, und der Anna Esther geborene Hauser. Ledig. Besuch des Brunschwiler'schen Privatinstituts in Männedorf, danach Mitarbeit im väterlichen Tuchwarenhandel. 1836-1837 als ökonomischer Berater Reorganisation der Verwaltung des unter staatlicher Aufsicht gestellten Klosters Rheinau. 1839-1869 Zürcher Grossrat, 1839-1845 und 1849-1869 Regierungsrat (vorwiegend Finanzen). 1857-1869 als Vertreter des Regierungsrats Aufsichtsrat der neu gegründeten Schweizerischen Rentenanstalt (1857-1864 und 1866-1869 Präsident). 1860 bis mindestens 1876 Verwaltungsrat der Nordostbahn. 1874-1880 Gemeindepräsident von Wädenswil. Als Finanzdirektor setzte sich Felix Wild für vermehrte Kassenrevisionen, eine strengere Kontrolle der Steuererklärungen und einen beschleunigten Steuereinzug ein. Der Konservative mit Berührungspunkten zu liberalem Gedankengut kämpfte gegen die Aufhebung des Klosters Rheinau sowie gegen die von den Demokraten angestrebte Gründung einer Kantonalbank und förderte den Bau der 1877 eröffneten Wädenswil-Einsiedeln-Bahn.

Quellen und Literatur

  • StadtA Zürich, Tagebuch
  • Anz. vom Zürichsee, 4.5.1889, Nr. 52
  • NZZ, 6.5.1889, Nr. 125
  • S.G. Schmid, Die Zürcher Kantonsregierung seit 1803, 2003, 340
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Zitiervorschlag

Reto Weiss: "Wild, Felix", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.08.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013537/2012-08-07/, konsultiert am 20.06.2024.