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HenriSimonin

19.11.1855 Pruntrut, 6.11.1927 Bern, katholisch, von Le Bémont. Sohn des François Clément, Lehrers, und der Adelaïde geborene Bronner. Marie Fleury, Tochter des François, Weinhändlers und Stadtpräsidenten von Delsberg. Studium der Rechte an den Universitäten Leipzig und Bern, 1880 bernisches Fürsprechpatent. 1880-1882 Anwalt in Pruntrut, 1882-1884 Gerichtspräsident in Delsberg, 1884-1904 Richter am Obergericht des Kantons Bern. 1904-1927 freisinniger Regierungsrat (1904-1910 Justiz, 1910-1912 Polizei, 1912-1927 Sanität und Gemeinde). 1904-1917 Nationalrat. Unter Henri Simonins Amtszeit als Regierungsrat erschienen 1909 ein Gesetz zur Regelung des Notariatswesens und zur Organisation der Gerichtsbehörden, 1911 das Gesetz zur Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs und 1917 das Gemeindegesetz. 1917 widersetzte er sich den separatistischen Bestrebungen im Jura, obwohl er sich eine grössere Autonomie des Juras innerhalb des Kantons Bern wünschte. Verwaltungsrat der SBB-Kreisdirektion I.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 230
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Lebensdaten ∗︎ 19.11.1855 ✝︎ 6.11.1927

Zitiervorschlag

François Kohler: "Simonin, Henri", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.05.2013, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013599/2013-05-16/, konsultiert am 20.05.2024.