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Joseph NicolasRaedlé

31.1.1777 Freiburg, 25.2.1850 Freiburg, katholisch, von Freiburg. Sohn des Joachim, Arztes, und der Marie Marguerite Stöcklin. 1804 Anne-Marie Fragnière, Tochter des Pierre, 2) 1816 Marie Graff, Tochter des Joseph-Henri. Um 1789 trat Joseph Nicolas Raedlé als Novize ins Zisterzienserkloster Hauterive ein und war dort Bibliothekar und Organist, verliess das Kloster aber vor Ablegung der Gelübde. Der helvetische Revolutionär Raedlé war Übersetzer am Obersten Gerichtshof der Helvetik und hatte 1799-1802 verschiedene Ämter in Altdorf (UR), Zug und Glarus inne, zum Beispiel vom 18. Mai 1799 bis 15. November 1800 als Unterstatthalter im Distrikt Altdorf. 1802 kehrte er nach Freiburg zurück und war dort Notar sowie 1831-1850 Mitglied des Appellationsgerichts. Raedlé gilt als Pionier des Taubstummenunterrichts in Freiburg und Luzern.

Quellen und Literatur

  • Instruction sur le notariat, Ms.
  • E. Sutermeister, «Rädle und die Entstehung des Stapferschen Erlasses von 1799 zu einer allg. Erhebung über die Taubstummen in Helvetien mit ihren Ergebnissen», in FGB 26, 1921, 260-282
  • W. Arnold, Uri und Ursern z.Z. der Helvetik, 1985
Weblinks
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 31.1.1777 ✝︎ 25.2.1850

Zitiervorschlag

Urs Kälin: "Raedlé, Joseph Nicolas", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.08.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013626/2010-08-11/, konsultiert am 23.06.2024.