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Bluzger

Vorder- und Rückseite eines Bluzgers, Stadt Chur 1644 (Münzkabinett der Stadt Winterthur, Inv. S 848; Fotografie Manuela Gygax).
Vorder- und Rückseite eines Bluzgers, Stadt Chur 1644 (Münzkabinett der Stadt Winterthur, Inv. S 848; Fotografie Manuela Gygax).

In den Drei Bünden meistverbreitete kleine Scheidemünze, vielleicht vom alemannischen blutt (nackt, schwach, weich, zart) abgeleitet. Im 16.-18. Jahrhundert wurde der Bluzger vom Bischof und von der Stadt Chur, im 17.-18. Jahrhundert von der Herrschaft Haldenstein und 1724-1725 von der Freiherrschaft Reichenau ausgegeben und 1738 von Appenzell Innerrhoden illegal kopiert. Wegen seiner schlechten Qualität stand er häufig in Verruf. Aufgrund des Kreuzes auf der Rückseite konnte der Bluzger mit dem Kreuzer von höherem Wert verwechselt werden. Noch 1807-1842 gab der Kanton Graubünden Bluzger oder ein Sechstel Batzen aus.

Quellen und Literatur

  • F. Burckardt, «Münznamen und Münzsorten», in Schweizer Münzbl. 4, 1954, 80
  • Idiotikon 5, 299 f.
Weblinks

Zitiervorschlag

Olivier Frédéric Dubuis: "Bluzger", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.11.2002, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013678/2002-11-15/, konsultiert am 11.08.2022.