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Parpaiolle

Silber-, später Billonmünze, erstmals um die Mitte des 14. Jh. in der Provence geprägt; auch parpaillole oder double blanc. In Italien wurden ab derselben Zeit versch. fremde Groschen Parpagliola genannt. Von grosser Bedeutung war die Prägung der Hzg. von Savoyen ab der Mitte des 15. Jh. Im 16.-18. Jh. wurden in zahlreichen ital. Städten Parpagliole hergestellt (u.a. Mailand, Genua, Siena, Asti, Casale). P. und z.T. auch halbe P. nach savoy. Vorbild prägte in der Schweiz 1457-1536 das Bistum Lausanne und 1557-1785, im Wert von drei Quarts, die Stadt Genf. Parpagliole nach ital. Vorbild prägte 1487-1518 die Herrschaft Misox.

Quellen und Literatur

  • Dictionnaire de numismatique, hg. von M. Amandry, 2001, 438 f.