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Verenaschlucht

Eine bei der Einsiedelei St. Verena beginnende 800 m lange Schlucht in der Gemeinde Rüttenen, die durch einen Bruch im Kalkstein der Verenakette angerissen und später von eiszeitlichen Gletschern und dem St. Katharinenbach ausgeformt wurde. Die mit Balmen, Höhlen, Felswänden, Bachschnellen und Wasserfällen durchsetzte Verenaschlucht wird im Volksmund auch Kreuzengraben genannt. Der abwechslungsreiche Schluchtweg wurde 1791 vom französischen Emigranten Louis Auguste Le Tonnelier de Breteuil im Stil des romantischen Landschaftsgartens angelegt. Mit der Errichtung von einem Dutzend Denkmälern im 19. Jahrhundert, unter anderem für den Geschichtsschreiber Robert Glutz von Blotzheim, den Geologen Amanz Gressly und den Schriftsteller Franz Josef Gassmann, wurde die Verenaschlucht zu einem Erinnerungsort der Solothurner Bevölkerung.

Quellen und Literatur

  • D. Schneller, B. Schubiger, Denkmäler in Solothurn und in der Verenaschlucht, 1989
  • P.L. Feser, Führer durch die Einsiedelei St. Verena und die Kirche zu Kreuzen bei Solothurn, 2000
Systematik
Umwelt / Tal

Zitiervorschlag

Max Banholzer: "Verenaschlucht", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.01.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013829/2014-01-15/, konsultiert am 23.04.2024.