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Agrarmarkt

Der Agrarmarkt dient dem Austausch von landwirtschaftlichen Erzeugnissen innerhalb unterschiedlich grosser Einzugsgebiete, die sehr kleinräumig, aber auch länderübergreifend sein konnten und heute für einzelne Produkte global sind. In vorindustrieller Zeit hatte der Agrarmarkt ergänzende Funktion, weil der Grossteil der Güter in den produzierenden Haushalten selber konsumiert wurde (Subsistenzwirtschaft) und somit gar nicht auf den Markt gelangte. In Bezug auf Marktintegration der bäuerlichen Betriebe gab es je nach Produktionsrichtung, geografischer Lage und Besitzstrukturen grosse Unterschiede. Bei der historischen Untersuchung des Agrarmarkts ist es wichtig, zwei Bedeutungen von Markt auseinanderzuhalten: den Markt als institutionalisiertes System der wirtschaftlichen Organisation (Marktwirtschaft) und die Marktplätze (Märkte) als Orte, wo sich Menschen zu bestimmten Zeiten zum Güteraustausch trafen (Wochen- oder Jahrmärkte). Zu Recht ist darauf hingewiesen worden, dass die Marktplätze besonders in den Gesellschaften eine wichtige Rolle spielten, die grundsätzlich nicht marktwirtschaftlich organisiert waren.

Mittelalter und frühe Neuzeit

Marktkräfte

In enger Verbindung miteinander entwickelten sich ab dem Hochmittelalter die Arbeitsteilung zwischen Landwirtschaft und Gewerbe (Handwerk), die landwirtschaftliche Spezialisierung auf marktfähige Produkte (zulasten der Subsistenzwirtschaft), eine Regionalisierung der agrarischen Produktion (Agrarzonen) und der Handel mit Agrarprodukten. Ein Gradmesser für die Entwicklung der Austauschbeziehungen ist die Dichte der Märkte, die sich zum Beispiel im Gebiet der heutigen Kantone Zürich, Bern, Luzern und Thurgau vom 13. bis ins 16./17. Jahrhundert verdoppelte. Bedeutende Regionalmärkte entstanden hauptsächlich im Übergangsbereich zwischen dem mittelländischen "Kornland" und den Viehzuchtgebieten der Voralpen und des Juras.

In alpinen und voralpinen Regionen, früh vor allem in der Innerschweiz, entwickelte sich vom 13./14. Jahrhundert an eine marktorientierte Viehwirtschaft. Vom 15. Jahrhundert an breitete sich auch in den Walliser und Freiburger Alpen die Grossviehzucht auf Kosten der Schaf- und Ziegenhaltung aus. Rinder, Pferde, Milchprodukte, Trockenfleisch und Häute wurden vor allem in norditalienische Städte exportiert (Viehhandel). Erst zu Beginn der frühen Neuzeit kam die Produktion von Hartkäse auf, die sich im 18. Jahrhundert auf den Export ausrichtete.

Eine marktorientierte landwirtschaftliche Spezialisierung vollzog sich im Spätmittelalter auch im Weinbau. Weinberge im näheren Umland dienten reichen Stadtbürgern als Anlage, die sich mit dem Weinverkauf verzinste. Städte wie Genf, Lausanne, Neuenburg, Zürich oder Schaffhausen bezogen Wein aus städtischen Gütern in der nächsten Umgebung, Bern und Freiburg solchen vom Bieler- und Genfersee. Importiert wurde Wein hauptsächlich aus dem Elsass und dem Veltlin, Qualitäts- und Süsswein auch aus dem Burgund und dem Mittelmeerraum.

Verwendung der Getreideernte im Berner Kornland 1757
Verwendung der Getreideernte im Berner Kornland 1757 […]

Weniger leicht vollzog sich die Orientierung auf den Markt im Ackerbau. In nichtverzelgten Fluren war die Umstellung zudem einfacher als in verzelgten. Gründe dafür sind die Agrarverfassung, die Feudalabgaben sowie die geringe Produktivität des Ackerbaus. Die Berner Vorratsenquête von 1757 zeigt für fünf Mittellandgemeinden, dass lediglich 12% der Bruttoernte auf den Markt flossen, aber rund ein Drittel bis die Hälfte von den Produzenten zwecks Eigenbedarf zurückbehalten wurde.

Obwohl im Spätmittelalter Stadtbewohner noch selber Landbau betrieben, bildeten sich im städtischen Umfeld Nahmarktbeziehungen aus (Stadt-Land-Beziehungen). Die in der frühen Neuzeit wachsende Gruppe der Tauner und Heimarbeiter erforderte schliesslich auch auf dem Land einen Agrarmarkt.

Von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung war der Getreidehandel, dem aber der beschränkten Transportmöglichkeiten wegen enge Limiten gesetzt waren. Getreidepreisschwankungen bestimmten noch bis zum Ende der frühen Neuzeit die gesamte Konjunktur. Das tiefere Mittelland musste nur nach Missernten Getreide importieren und exportierte in Normaljahren Überschüsse. Die Städte Basel, Luzern und Zürich konnten ihren Getreidebedarf bei durchschnittlichen Erträgen aus den eigenen Territorien decken. Die voralpinen und alpinen Räume waren in unterschiedlichem Ausmass auf Getreideimporte angewiesen. Zum einen bestand mancherorts nur ein geringer Konsumbedarf, zum anderen blieb der subsistenzorientierte Getreide- und Gemüsebau in vielen Gegenden erhalten. Die Stadt Genf, deren Territorium für die Selbstversorgung zu klein war, wandte sich nicht zuletzt deswegen Bern zu, um ihre Getreidezufuhr aus der Waadt sicherzustellen. Kornimporte ins Gebiet der heutigen Schweiz erfolgten hauptsächlich aus dem Elsass und aus Süddeutschland über Basel, Schaffhausen, Konstanz, Zürich und Luzern. Die Südschweiz bezog Reis und Getreide aus Oberitalien.

Der Agrarmarkt schloss auch Produkte ein, die nicht der menschlichen Ernährung dienten. In ihrer Frühphase bezogen die protoindustriellen Gewerbe ihre Rohmaterialien aus heimischer Produktion. Das im 14. und 15. Jahrhundert blühende Freiburger Wollgewerbe profitierte von der Schafzucht in den nahen Voralpen. Etliche frühe Gewerberegionen entstanden in für den Flachsanbau geeigneten Gegenden. Die Textilpflanzen wurden zum Teil von den Produzenten gesponnen und an Garnhändler oder Weber abgegeben. Im 17. Jahrhundert brach dieser Binnenmarkt wegen Rohstoffimporten teilweise zusammen, die Gewerberegionen blieben aber bestehen.

Marktformen und Marktordnung

Der Agrarmarkt spielte sich in vielgestaltiger Form ab. Im lokalen und regionalen Bereich sowie in kleinem Umfang war oft der Produzent Anbieter, sei es im Verkauf vom Hof oder von der Alp, sei es an einem Marktort. In der Regel gewann bei grösseren Mengen und Distanzen der professionelle Händler an Bedeutung, wobei die Spanne vom kleinen, patentierten Fuhrmann, dem sogenannten Hodler, zum wohlhabenden städtischen Kaufmann reichte. Eine wichtige Rolle spielten gewisse Handwerke (v.a. Bäcker, Metzger).

Obsthandel in Zug. Miniatur aus der Schweizer Chronik von Christoph Silberysen, 1576 (Aargauer Kantonsbibliothek, Aarau, MsWettF 16: 1, S. 724; e-codices).
Obsthandel in Zug. Miniatur aus der Schweizer Chronik von Christoph Silberysen, 1576 (Aargauer Kantonsbibliothek, Aarau, MsWettF 16: 1, S. 724; e-codices). […]

Der Handel war für die verschiedenen Erzeugnisse unterschiedlich stark reglementiert (Marktregulierung). Da Missernten häufig zu Hungersnöten führten, die durch Spekulanten noch verstärkt wurden, begannen die Städte im 15. Jahrhundert den Getreidehandel umfassend zu kontrollieren und gar zu monopolisieren (Kornpolitik). Mit dem Ausbau der staatlichen Vorratshaltung konnte die Obrigkeit bei Teuerungen eingreifen und verbilligtes Getreide absetzen. Teuerungsschübe von bis zu 300% liessen dennoch satte Gewinne für private Getreideverkäufer zu. Ebenfalls obrigkeitlicher Aufsicht unterworfen (z.B. in Bern) oder gar eingeschränkt (z.B. im 18. Jahrhundert im Fürstbistum Basel) war der Butterhandel. Freier entfaltete sich der Viehhandel, dessen Rhythmus von saisonalen Faktoren abhängig war. Im Frühjahr kauften die Aufzüchter, im Herbst die Metzger und andere Abnehmer. Nördlich der Alpen gelangte das Vieh zuweilen über eine Kette von Märkten an den Bestimmungsort, zum Beispiel vom Berner Oberland über den Aargau ins Elsass. Der Welschlandhandel dagegen lag in Händen einzelner Berufshändler, die direkt in die lombardischen Märkte gelangten. Nachdem Bern und Freiburg im 17. Jahrhundert noch eine Einschränkung bzw. Monopolisierung des Käsehandels versucht hatten, war dieser im 18. Jahrhundert weitgehend liberalisiert. Käsehändler aus voralpinen Gebieten unternahmen zum Teil weite Reisen zu ihren Abnehmern. Die Greyerzer etablierten sich zum Beispiel in Lyon, um ganz Frankreich und über Marseille auch die internationale Schifffahrt zu beliefern. Der Käse konkurrenzierte sowohl den Butter- wie auch den Viehhandel, was in den 1770er Jahren gar zu Fleischmangel führte. Wo Wein hergestellt wurde, war der Handel damit, zum Beispiel bereits im 15. Jahrhundert in Neuenburg und Zürich, in protektionistischer Weise reglementiert. Schwächer fielen die Importrestriktionen dort aus, wo eine Einfuhr notwendig war. Früchte, Gemüse, Geflügel, Fisch und Wild waren wiederum eher Gegenstand von Nahmarktbeziehungen.

19. und 20. Jahrhundert

Marktkräfte

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand die Landwirtschaft aus einem expandierenden marktorientierten und einem schrumpfenden subsistenzwirtschaftlichen Bereich. Die steigende Nachfrage in Europa nach Hartkäse führte auch im schweizerischen "Kornland" zur Zunahme der Milchwirtschaft. Dampf- und Kühlschiffe sowie die Eisenbahn schufen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zudem einen Weltagrarmarkt, der in der Schweiz eine tiefgreifende Produktionsverlagerung zur Folge hatte. Rund ein Fünftel der Milchproduktion wurde in Form von Käse und Kondensmilch exportiert. Der Getreidebau hingegen schrumpfte und diente fast nur noch der Versorgung der wachsenden Viehwirtschaft mit Futtermitteln sowie dem bäuerlichen Eigenbedarf. Die Versorgung der rasch zunehmenden Gesamtbevölkerung mit Getreide geschah immer stärker durch Importe.

Nach den Einschränkungen des Ersten Weltkriegs erholte sich der Weltagrarmarkt zwar in der Zwischenkriegszeit, erreichte aber das Vorkriegsniveau nicht mehr. Der Anteil der Agrarprodukte am Gesamtexport der Schweiz sank 1913-1938/1939 von 9,9% auf 5,2%, unter anderem wegen des starken Rückgangs der Käseexporte und des fast vollständigen Wegfalls der Kondensmilchexporte zu Beginn der 1930er Jahre.

Anfang des 20. Jahrhunderts gingen durchschnittlich 70% des Rohertrags der Bauernbetriebe auf den Markt. Dieser Anteil stieg bis Ende der 1920er Jahre auf 83%, allerdings bei grossen regionalen und betrieblichen Unterschieden. Die bäuerlichen Haushalte deckten um 1900 rund 60% ihres Haushaltsbedarfs durch Selbstversorgung; dieser Anteil sank in den 1920er Jahren auf 55%. In der Nachkriegszeit ist – zuerst in der Zentralschweiz und im Voralpengebiet – eine Abkehr von der Selbstversorgung festzustellen.

An der historisch einmaligen Wachstumsphase des globalen Agrarmarkts in der Nachkriegszeit war auch die schweizerische Landwirtschaft beteiligt. Der Wert der landwirtschaftlichen Ausfuhren stieg 1945-1959 von 30 Mio. auf 470 Mio. Franken. Exportiert wurden vor allem Käse (Europa, USA) und Zuchtvieh (Italien, Spanien). Die landwirtschaftlichen Einfuhren – pflanzliche Fette, Zucker, Gemüse, Südfrüchte, Eier, Geflügelfleisch, Wein und Futtermittel – stiegen im gleichen Zeitraum von 595 Mio. auf 1,51 Mrd. Franken. Der Anteil der Agrarprodukte am gesamten Export verringerte sich indes weiter auf 3,1% (1994/1995), wogegen der kalorienmässige Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln bei ca. 60% verharrte. Der bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wichtigste innerlandwirtschaftliche Handel – der Zukauf von Nutzvieh aus Berggebieten durch Talbetriebe – verlor mit der Industrialisierung der Tierproduktion stark an Bedeutung.

Marktformen und Marktordnung

Nachdem die Gesellschaft im 19. Jahrhundert den Agrarmarkt weitgehend den Marktkräften überlassen hatte, löste der Erste Weltkrieg Bemühungen um eine umfassende Agrarpolitik aus. Nach dem Krieg führten Staat und Verbände eine Regelung des Milchpreises ein, verbunden mit einer Abnahmegarantie und einer Abgabeverpflichtung. Einen massiven Ausbau erfuhr diese Politik Ende der 1930er Jahre mit ihrer Ausdehnung auf die Ackerbauprodukte. 1951 wurde eine Strukturpolitik, die Abnahmegarantien, Preisstützungen und Anbauvorschriften umfasste, im Landwirtschaftsgesetz verankert.

Diese Marktordnung kam schon bald nach ihrer Inkraftsetzung unter Druck der Marktkräfte, die innerhalb des Agrarsektors sehr wohl wirkten. Der technisch-biologische Fortschritt ermöglichte Produktivitätssteigerungen in zuvor undenkbarem Ausmass. So stieg die landwirtschaftliche Produktion trotz Abwanderung aus dem Agrarsektor in den 1950er und 1960er Jahren so stark an, dass der Verwertungsaufwand zunehmend in Frage gestellt und Reformbegehren laut wurden. Die sinkenden Preise von agrarischen Importgütern liessen zudem seit den späten 1960er Jahren die Forderung nach einer Beschränkung der Landwirtschaft auf die Instandhaltung des "Konsumguts" Umwelt ertönen.

Markttag in Freiburg, 1944 (Schweizerisches Nationalmuseum, Zürich, Actualités suisses Lausanne, Presse- Diffusion).
Markttag in Freiburg, 1944 (Schweizerisches Nationalmuseum, Zürich, Actualités suisses Lausanne, Presse- Diffusion). […]

Der Bund versuchte mit Produktionseinschränkungen (Raps, Zuckerrüben, Milch), Preissenkungen (seit 1987) bei der Milch, den Zuckerrüben und dem Getreide sowie einer im Rahmen des GATT (Welthandelsorganisation, WTO) garantierten minimalen Marktöffnung im Fleischsektor die Produktion einzuschränken, um die steigenden Kosten in den Griff zu bekommen. Hinzu kamen Massnahmen im Umwelt- und im Tierschutz. Die mit der Einführung produktionsunabhängiger Direktzahlungen Ende der 1950er Jahre einsetzende, vorerst noch auf das Berggebiet beschränkte Entkoppelung von Agrar- und Einkommenspolitik wurde ab Mitte der 1980er Jahre auf die ganze Landwirtschaft ausgedehnt und Mitte der 1990er Jahre auch zur staatlichen Förderung des zuvor benachteiligten biologischen Landbaus eingesetzt.

Mit der Ausrichtung der Agrarproduktion auf den Weltmarkt erfolgte im 19. Jahrhundert ein Aufschwung des genossenschaftlichen und privaten Agrarhandels (v.a. Milch, Milchprodukte, Vieh, Fleisch). Dieser verlor mit der Nationalisierung der Volkswirtschaften in der Zwischenkriegszeit wieder an Gewicht. Dafür nahm die Bedeutung der vor allem von den Bäuerinnen organisierten Direktvermarktung (v.a. Eier, Geflügel, Gemüse) vorübergehend zu. In der Nachkriegszeit wurde der Weg vom Produzenten zum Konsumenten massiv verlängert. Die Marktspanne, d.h. der Anteil des Handels und der Verarbeitung am Endpreis, nahm stark zu und machte um das Jahr 2000 mehr als drei Viertel des Konsumentenpreises aus. Ähnlich wie in der Produktion hat auch im Lebensmittelhandel ein starker Konzentrationsprozess stattgefunden. Noch vor dem Erwerb der Aktienmehrheit von Denner durch die Migros 2007 kontrollierte der orange Riese zusammen mit Coop 70% des Marktes.

Quellen und Literatur

  • HistStat
Allgemein
  • Pfister, Bern
Mittelalter und frühe Neuzeit
  • H.-G. von Rundstedt, Die Regelung des Getreidehandels in den Städten Südwestdeutschlands und der dt. Schweiz im späteren MA und im Beginn der Neuzeit, 1930
  • H.C. Peyer, «Die Märkte der Schweiz im MA und in der Neuzeit», in Könige, Stadt und Kapital, hg. von L. Schmugge et al., 1982, 243-261
  • J.-F. Bergier, Hermès et Clio, 1984, 185-206
  • A.-M. Piuz, A Genève et autour de Genève aux XVIIe et XVIIIe siècles, 1985
  • D. Rippmann, Bauern und Städter, 1990
  • R. Sablonier, «Innerschweizer Gesellschaft im 14. Jh.», in Innerschweiz und frühe Eidgenossenschaft 2, 1990, 133-204
  • A. Radeff, «Paysans menacés et menaçants», in Die Bauern in der Gesch. der Schweiz, hg. von A. Tanner, A.-L. Head-König, 1992, 129-142
  • L. Wiedmer, Pain quotidien et pain de disette, 1993
  • A. Radeff, Du café dans le chaudron, 1996, 147-172
19. und 20. Jahrhundert
  • H. Popp, Agrarökonomie, 1983
  • P. Rieder, Agrarmärkte, 1983
  • P. Moser, Der Stand der Bauern, 1994
Weblinks

Zitiervorschlag

Martin Illi, Alfred Zangger; Martin Illi; Alfred Zangger; Peter Moser: "Agrarmarkt", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.04.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013926/2009-04-09/, konsultiert am 29.06.2022.