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HansAecherli

Einer der Anführer in den Willisauer Bauernunruhen von 1513-1515. In den nach dem Zwiebelnkrieg von 1513 wieder aufflackernden Wirren auf der Luzerner Landschaft versuchten im Januar 1515 aufständische Bauern aus Ufhusen und Luthern unter Führung von Rudolf Mettenberg (Mieschbüler), die Stadt Willisau zu überfallen. Dabei wurden 55 Bauern gefangengenommen und nach Luzern überführt. Hans Aecherli wurde am 31. Januar 1515 verurteilt und, weil er einige Diebstähle eingestand, durch den Strang hingerichtet, während seine Miträdelsführer enthauptet wurden. Gewaltsam entluden sich hier die Gegensätze zwischen einer ländlichen Kleinstadt und dem von ihr aus verwalteten Umland. Streitpunkte waren die Steuerlast, der Marktzugang und der Solddienst.

Quellen und Literatur

  • T. von Liebenau, «Gesch. der Stadt Willisau, 1. Tl.», in Gfr. 58, 1903, 1-176
  • S. Grüter, Gesch. des Kt. Luzern im 16. und 17. Jh., 1945, 26
Weblinks
Kurzinformationen
Lebensdaten ✝︎ 1515

Zitiervorschlag

Gregor Egloff: "Aecherli, Hans", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.06.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/014078/2001-06-12/, konsultiert am 28.09.2022.