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NiklausAmlehn

Letztmals erwähnt 1577 in Luzern, vor 1581 Luzern. Sohn des Stefan, Luzerner Kleinrats. Schwager des Ritters Melchior Lussi. 1) vor 1551 Dorothea Hug, 2) vor 1559 Elisabeth Zukäs. Luzerner Grossrat 1538-1552, Kleinrat 1552-1573, Schultheiss in den geraden Jahren 1560-1566. Vogt zu Büron-Triengen 1545-1547, zu Weggis 1551-1553, im Entlebuch 1557-1559. Talvogt des Klosters Engelberg 1554-1558, Kastvogt von St. Urban 1564, Pfleger des Klosters Neuenkirch. Vielfach Tagsatzungsgesandter. Niklaus Amlehn erhielt Pensionen von Savoyen, Venedig, Rom und Frankreich. Er war Metzger, Krämer, Harnischhändler und Salpeterhersteller und gehörte der Safran-Gesellschaft an. Amlehn besass mehrere Häuser und Baumgärten in der Stadt, mindestens zwei Höfe sowie Gülten im Wert von ca. 6000 Gulden. Mit Jost Pfyffer spielte er die Hauptrolle im Pfyffer-Amlehn-Handel: Die beiden gingen 1559 ein geheimes und deshalb verbotenes Schwurbündnis ein, das unter anderem über Vergabe von Pensionen und Stellen entschied. Die Selbstaufdeckung Amlehns 1569 führte zur Verbannung Pfyffers. Nach dessen Rehabilitation 1573 wurde Amlehn als Kleinrat entsetzt, nach einem Exil in Stans 1575 begnadigt.

Quellen und Literatur

  • K. Messmer, P. Hoppe, Luzerner Patriziat, 1976