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Kaspar vonHertenstein

um 1416, 1.1.1486, von Luzern. Sohn des Ulrich (->). Loysa de Chevron de Vachière, aus Savoyen. Adlige Ausbildung am savoy. Hof. Um 1435 Luzerner Grossrat, 1455 Kleinrat, 1469, 1475, 1482 und 1484 Schultheiss. 1458-59 Vogt zu Kriens und Horw, 1461-65 zu Beromünster. Besonders aktiv in der Aussenpolitik: ab 1464 über 120-mal Tagsatzungsgesandter, etwa in 40 weiteren Ratsabordnungen nach Mailand, anlässlich des Friedens von Waldshut (1468), nach Frankreich, Österreich und Lothringen. Zusammen mit Hans Feer war H. einer der Führer der mailänd. und franz. Partei in Luzern. Ab 1475 bezog er eine Pension auf Lebzeit vom franz. König, 1482 eine Pension vom Ehzg. Sigmund von Tirol. Im Gegensatz zu seinem Vater förderte er die Vormachtstellung der Städte gegenüber den Länderorten: 1477 war er Haupt des Burgrechts der Städteorte. 1476 kommandierte H. die eidg. Nachhut bei der Schlacht bei Murten. 1472 versteuerte er das sechstgrösste Vermögen in Luzern (10'000 Pfund). Herr zu Buonas, vor der Schlacht bei Murten zum Ritter geschlagen. Einer der wichtigsten Politiker und Heerführer Luzerns in den Burgunderkriegen.

Quellen und Literatur

  • T. von Liebenau, Hans Holbein d.J. Fresken am H.-Hause in Luzern, nebst einer Gesch. der Fam. H., 1888
  • J. Kurmann, Die polit. Führungsschicht in Luzern, 1450-1500, 1976
  • K. Messmer, P. Hoppe, Luzerner Patriziat, 1976
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