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AlbertAlder

12.10.1888 Chur, 23.4.1980 Aarau, reformiert, von Urnäsch. Sohn des Hans, Kornhändlers, und der Ilda geborene Schilling, Hutmacherin. 1917 Lilly Köhler, Tochter eines Direktors, aus Mannheim. Kantonsschule in Chur, Medizinstudium in Lausanne, Zürich, München, Wien, 1914 Staatsexamen und Promotion in Zürich. 1913 SRK-Mission im Ersten Balkankrieg. 1918-1919 Leiter eines Grippe-Notspitals in Zürich. 1918-1927 Oberarzt der Medizinischen Poliklinik des Kantonsspitals Zürich, dort 1923 Einrichtung der ersten Schirmbildzentrale der Schweiz (Reihendurchleuchtungen zur Untersuchung der Tuberkulose-Verbreitung). 1944 Einsatz für die Einführung des Schirmbildobligatoriums (1947 verworfen). 1933-1956 Chefarzt der Medizinischen Klinik am Kantonsspital Aarau, unter anderem Aufbau eines Grosslabors. 1922 Privatdozent, 1946 Titularprofessor an der Universität Zürich. Zu Albert Alders wichtigen Errungenschaften gehören verschiedene Verbesserungen der Erythrozyten-Untersuchung sowie 1937 die Entdeckung der sogenannten Alder-Anomalie (erblicher Leukozyten-Defekt). 1947 Mitgründer der Schweizerischen Hämatologischen Gesellschaft.

Quellen und Literatur

  • (zusammen mit K. Schleip) Atlas der Blutkrankheiten, 41949
  • H.-U. Späth, Der Hämatologe Albert Alder 1888-1980, 1983
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 12.10.1888 ✝︎ 23.4.1980

Zitiervorschlag

Iris Ritzmann: "Alder, Albert", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.04.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/014267/2001-04-19/, konsultiert am 27.11.2022.