de fr it

Johann JacobBischoff

1.8.1841 Heidelberg, 26.10.1892 Basel, ref., von Basel. Sohn des Johann Jacob, Bandfabrikanten, und der Maria Deurer aus Mannheim. 1868 Luise Burckhardt. Gymnasium in Heidelberg, Medizinstud. in Basel und Heidelberg, 1864 Dr. med. in Basel. Als Assistent des Chirurgen August Socin 1865 Habilitation für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Univ. Basel. 1867-68 grosse Studienreise, die B. auch nach Glasgow zu Joseph Lister führte, dem Begründer der chirurg. Antisepsis. 1868 Leiter der neuen geburtshilfl. Klinik und ao. Prof. in Basel. Im Kampf gegen das Kindbettfieber übertrug B. Listers Idee der Infektionsverhütung auf die Geburtshilfe und bahnte so der geburtshilfl. Asepsis den Weg. 1873 wurde die unehel. Mutterschaft in Basel straflos; allgemein stieg die Bereitschaft zur Spitalgeburt. Durch jahrelanges Kranksein zum Morphinisten geworden, sah sich B. 1887 zum Rücktritt genötigt.

Quellen und Literatur

  • 100 Jahre Geburtshilfe und Gynäkologie in Basel, hg. von T. Koller et al., 1970
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 1.8.1841 ✝︎ 26.10.1892

Zitiervorschlag

M.F. Koelbing, Huldrych: "Bischoff, Johann Jacob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 31.10.2002. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/014298/2002-10-31/, konsultiert am 28.11.2020.