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GuidoFanconi

1.1.1892 Poschiavo, 10.10.1979 Zürich, reformiert, von Poschiavo. Sohn des Pietro Antonio, ehemaligen Cafetiers in Spanien. Alice von Grebel, Tochter des Hans, Präsidenten des Bezirksgerichts Zürich. Mittelschule in Schiers und Zürich. Medizinstudium in Lausanne, Bern und Zürich, 1919 Promotion. 1920-1926 Weiterbildung zum Kinderarzt bei Emil Feer an der Zürcher Universitätskinderklinik, 1929-1962 deren Direktor und Professor für Pädiatrie an der Universität Zürich. 1947-1950 Präsident, 1951-1967 Generalsekretär der International Pediatric Association. Guido Fanconis wissenschaftliche Bedeutung beruht unter anderem auf der Erkennung und Erstbeschreibung mehrerer Kinderkrankheiten wie der Fanconi-Anämie (1927), des Fanconi-Syndroms (Funktionsstörung der Nieren) und der zystischen Fibrose (1936). 1945 Gründer der Fachzeitschrift Helvetica Paediatrica Acta. Neunfacher Ehrendoktor der Medizin. 1950 veröffentlichte Fanconi mit Arvid Wallgren das Lehrbuch der Pädiatrie, ein Standardwerk, das in neun Sprachen übersetzt wurde (9. deutsche Auflage 1972).

Quellen und Literatur

  • Die Universität Zürich 1933-1983, 1983, 403 f., 682, 684
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Lebensdaten ∗︎ 1.1.1892 ✝︎ 10.10.1979

Zitiervorschlag

Bühler, Roman: "Fanconi, Guido", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.01.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/014352/2020-01-13/, konsultiert am 26.11.2020.