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JeanGriffon

Rhinoplastie nach der Methode von Gaspare Tagliacozzi. Stich aus dem Werk De Curtorum chirurgia per insitionem libri duo, Venedig 1597 (Universitätsbibliothek Basel, Lp I 13:1, Tafel 8).
Rhinoplastie nach der Methode von Gaspare Tagliacozzi. Stich aus dem Werk De Curtorum chirurgia per insitionem libri duo, Venedig 1597 (Universitätsbibliothek Basel, Lp I 13:1, Tafel 8). […]

um 1544 San Miniato (Toskana), nach 1602 Paris (?), ref., ab 1588 von Genf. Sohn des François. 1584 Suzanne de Thomatis, Tochter des Thomas. 1582 flüchtete G. aus Glaubensgründen nach Genf, wo er 1586 zum Spitalchirurgen ernannt wurde. Daneben betätigte er sich auch als Militärchirurg. Wegen Lohnstreitigkeiten mit dem Genfer Rat liess er sich 1592 für zwei Jahre in Lausanne nieder. Sein Schüler Wilhelm Fabry berichtete über einige bemerkenswerte Eingriffe, auf die sich G. spezialisiert hatte, von denen namentlich die Wiederherstellung einer abgetrennten Nase der Nachwelt in Erinnerung geblieben ist. Über das Ende seines Lebens ist nichts bekannt. Da G. selber nichts publizierte, begründeten die Schriften Fabrys seine Reputation als kunstfertiger Chirurg.

Quellen und Literatur

  • L. Gautier, La médecine à Genève jusqu'à la fin du dix-huitième siècle, 1906, 206-209, 489
  • E. Olivier, «Trois chirurgiens de Lausanne, Franco, G., Fabri», in RHV 43, 1935, 15-43, 65-93

Zitiervorschlag

Barras, Vincent: "Griffon, Jean", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.07.2007, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/014390/2007-07-17/, konsultiert am 30.11.2020.