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AlexanderTschirch

17.10.1856 Guben (Niederlausitz), 2.12.1939 Bern, reformiert, aus Deutschland. Sohn des Adolf, Pfarrers, und der Maria geborene Sausse. 1885 Elise Ziurek, Tochter des Otto, Apothekers. Apothekerlehre in Loschwitz bei Dresden. Ab 1877 unter anderem in der Berner Staatsapotheke, 1878-1880 Pharmaziestudium in Berlin, 1881 Promotion in Freiburg im Breisgau, 1884 Privatdozent für Botanik in Berlin, 1888-1889 Studienreise nach Indien, Ceylon und Java. 1890-1932 Professor für Pharmakognosie, pharmazeutische und gerichtliche Chemie an der Universität Bern (1908-1909 Rektor). Alexander Tschirch machte das Berner pharmazeutische Institut zu einer Hochburg der akademischen Pharmazie. Er betreute über 150 Dissertationen, darunter viele von ausländischen Studenten. Sein wissenschaftliches Werk umfasst 20 Bücher und 400 Zeitschriftenaufsätze. Sein Interesse galt der Pflanzenanatomie, Harzen und Antrachinonglykosiden. Als Leiter der eidgenössischen Pharmakopöekommission verfasste Tschirch auch Beiträge zur Arzneimittelprüfung. Er wirkte massgebend an der Bearbeitung der vierten und der fünften Ausgabe der "Pharmacopoea Helvetica" mit. Tschirch erhielt sechs Ehrendoktorate und war Ehrenmitglied von ca. 40 wissenschaftlichen Gesellschaften.

Quellen und Literatur

  • Pharmazie-Hist. Museum, Basel, Nachlass
  • Erlebtes und Erstrebtes, 1921
  • K. Bork, Alexander Tschirch, 2003 (mit Werkverz.)
  • 150 Jahre Tschirch, hg. von F. Ledermann, C. Zerobin, 2007
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 17.10.1856 ✝︎ 2.12.1939

Zitiervorschlag

François Ledermann: "Tschirch, Alexander", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.01.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/014671/2014-01-07/, konsultiert am 28.05.2024.