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Gustav AdolfWehrli

26.6.1888 Unterstrass (heute Gemeinde Zürich), 28.1.1949 Zürich, reformiert, von Ebnat und Oerlikon (heute Gemeinde Zürich). Sohn des Gustav Adolf, Ingenieurs und Fabrikanten, und der Emma geborene Recht. Frieda Spörri, Germanistin. 1917 Dr. med. in Zürich. 1918 Eröffnung einer Allgemeinpraxis in Zürich, auch als städtischer Fürsorgearzt tätig. 1920-1949 Privatdozent für Geschichte der Medizin an der Universität Zürich. In seinen Publikationen liess sich Gustav Adolf Wehrli vor allem von volkskundlichen und sozialgeschichtlichen Fragestellungen leiten. Neben einer Monografie über den Zürcher Stadtarzt Christoph Klauser (1924) ist sein quellennahes dreiteiliges Werk zur Medizingeschichte Zürichs (1927-1934) von Bedeutung. Auch als Sammler – zuerst auf privater Basis – und als Gründer des Medizinhistorischen Museums im Turm der Universität Zürich erwarb sich Wehrli Verdienste. Als der Kanton Zürich seine Sammlung 1932 kaufte, wurde er zu deren nebenamtlichen Leiter ernannt.

Quellen und Literatur

  • U. Boschung, «Gustav Adolf Wehrli (1888-1949)», in Gesnerus 37, 1980, 91-103 (mit Bibl.)
  • C. Mörgeli, «Gustav Adolf Wehrli», in Schweiz. Rundschau für Medizin Praxis 77, 1988, 1400-1406
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Zitiervorschlag

Christoph Mörgeli: "Wehrli, Gustav Adolf", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.04.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/014688/2013-04-08/, konsultiert am 15.04.2024.