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JohannGambach

um 1403 Freiburg, Anfang Juni 1474 Freiburg, ab 1422 Bürger von Freiburg. Sohn des Wilhelm, Schmiedefabrikanten und Venners aus einer im 13. Jh. von Guggisberg zugezogenen Fam., und der Compagna Huser. 1) Tochter des Rolet Favre, 2) Alexia Bugniet, 3) Jeanne de Gallera geb. Vignier. 1430-33 Venner des Spitalquartiers, 1437 Mitglied des Kl. Rates, 1438-41 Bürgermeister, 1441 Rektor der Kirchenfabrik von St. Nikolaus. 1442 Verleihung eines Wappenbriefs durch Friedrich III. 1446-47 Säckelmeister. Nach der Zusammenlegung des väterl. Betriebs mit jenen von Stadler, Aigre und Bugniet stand G. einer florierenden Sensenfabrik vor. Nach dem Savoyerkrieg setzte 1449 Hzg. Albrecht von Österreich G. sowie andere Ratsmitglieder ab und hielt sie in Freiburg i.Br. gefangen. 1451 Vogt des Klosters La Maigrauge, 1452 des Klosters Hauterive. Ab 1450 an der Spitze der savoyischen Partei, amtierte G. nach der Hinwendung Freiburgs zu Savoyen im Jahr 1452 mehrmals als Schultheiss (1453-56, 1460-62, 1465-68). Er bereitete die Annäherung Freiburgs an Bern (Erneuerung des Burgrechts 1454) und an die Eidgenossenschaft vor. Als einer der reichsten Bürger seiner Stadt (7. Rang im Steuerrodel von 1445) streckte er Freiburg in Krisenzeiten grosse Geldsummen vor. G. blieb kinderlos, und er übertrug den Hauptteil seines Vermögens dem städt. Liebfrauenspital, an Bruderschaften und Klöster (Testament vom 24.5.1474)

Quellen und Literatur

  • SAHer 33, 1919, 80-82
  • J. Niquille, «Un avoyer fribourgeois du XVe siècle. Jean G.,», in SZG 1, 1951, 1-38
  • P. de Castella, Les fribourgeois qui ont fait de leur ville le 10e canton suisse, 1996, 127 f. und Taf. 45
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Lebensdaten ∗︎ um 1403 ✝︎ Anfang Juni 1474