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SebastianThörig

1529 erstmals als Ratsherr und Schiedsrichter beim Abschluss des Ersten Kappeler Landfriedens belegt, 1579 letztmals als Tagsatzungsgesandter erwähnt, von Urnäsch. 1531 forderten die eidgenössischen Boten die appenzellische Landsgemeinde zur Annahme des neuen Glaubens auf; Sebastian Thörig sprach sich als Vertreter der Äusseren Rhoden ebenfalls für die Reformation aus. 1535-1564 fünfmal als Hauptmann der Rhode Urnäsch genannt, 1556-1558 und 1562-1564 Landammann. 1566 gelang Thörig die Auslösung der letzten äbtischen Abgaben. 1567 Mitglied der Landbuchrevisionskommission. Dank seinen umfassenden Rechts- und Verwaltungskenntnissen war er oft Fürsprecher und Schiedsrichter in Grenz- und Nutzungsrechtsstreitigkeiten und als Gesandter an ca. 40 Tagsatzungen. Mitglied der 1554/1555 in Appenzell gegründeten zweiten Leinwandgesellschaft.

Quellen und Literatur

  • AWG, 356
  • AppGesch. 1
  • A. Weishaupt, Der Finanzhaushalt des Landes Appenzell 1519-1597, Liz. Freiburg, 1996, 183
Weblinks

Zitiervorschlag

Hermann Bischofberger: "Thörig, Sebastian", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.10.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015132/2012-10-04/, konsultiert am 09.12.2022.