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Moléson

Berg der Freiburger Voralpen (2002 m), der das Greyerzerland und die Stadt Bulle dominiert. Die Anziehungskraft des M. entfaltete sich Ende des 18. Jh., als sich die europ. Oberschicht für die Alpen und ihre grandiosen Landschaften zu begeistern begann. Der M. wurde erwähnt, bestiegen, besungen und regelmässig von den Freiburger Autoren beschrieben, wodurch er im Verlauf des 19. Jh. eine grosse Bekanntheit erlangte. Er wurde zum Symbol des Greyerzerlandes und des Kt. Freiburg. Ab 1870 hätte der M. zum tourist. Zentrum des Kantons ausgebaut werden sollen. Doch die 1905-08 vorgelegten Pläne für Hotel und Eisenbahn stiessen auf den vom Heimatschutz getragenen Widerstand der Verteidiger des alpinen Kulturerbes. In der 1. Hälfte des 20. Jh. wurde der M. zum Inbegriff eines unberührten Berges und damit zu einem Spiegel der ursprüngl. Schweiz. Mit dem Aufschwung des Massentourismus und dem Bedürfnis nach wirtschaftl. Entwicklung entstand nach dem 2. Weltkrieg eine moderne Infrastruktur am Berg. Seit 1960 ist der M. mit einer Luftseilbahn und Skiliften erschlossen. In den 1980er Jahren wurde am Fuss des Bergs das Feriendorf M.-sur-Gruyères gebaut, in dem auch eine Schaukäserei untergebracht ist. Seit 1998 verbindet eine Standseilbahn M.-sur-Gruyères mit der Mittelstation Plan-Francey. Im Gipfelrestaurant ist eine Sternwarte eingerichtet.

Quellen und Literatur

  • F. Mauron, «Le M.: le "Righi de la Suisse occidentale"», in Ann. frib. 61/62, 1994/97, 367-382
  • P. Rudaz, «M.-Village, de l'utopie au réalisme», in Cahiers du Musée gruérien 3, 2001, 71-78
  • M. Valloton, «Le M., la montagne sacrée», in Cahiers du Musée gruérien 3, 2001, 83-88
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