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Finstermünz

Befestigter Flussübergang am Inn, Gemeinde Nauders (Tirol, A). 1241 Finsterminze. Die 46 n.Chr. fertig gestellte Via Claudia Augusta über den Reschenpass führte bei Finstermünz über den Inn, wo sich seit römischer Zeit bis 1854 eine Zollstätte befand. Die Feste Sigmundseck stammt von 1471. Die 1854 erstellte Hochfinstermünzstrasse mit dem gleichnamigen Fort wechselt weiter nordöstlich auf die linke Innseite. Der Vertrag von 1868 regelte die umstrittenen Grenzverhältnisse unterhalb von Tschlin: Die Schweiz bekam das linke Innufer bis vor Alt-Finstermünz zugesprochen gegen den Verzicht auf Befestigungen am Novellaberg. 1923 wurde die durchgehende linksufrige Fahrstrasse aus dem Engadin bis zur österreichischen Grenze errichtet.

Quellen und Literatur

  • M. Mittler, Pässe, Brücken, Pilgerpfade, 1988, 165-172
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Zitiervorschlag

Jürg Simonett: "Finstermünz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.01.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015277/2005-01-18/, konsultiert am 26.06.2022.