de fr it

Glaspass

Bündner Übergang auf 1846 m zwischen Tschappina am Heinzenberg und Platz im Safiental. 1407 werden die zwei Weiler der heutigen Gemeinde Tschappina in der Passsenke erstmals nachweislich als Glas bezeichnet. Die im 14. Jahrhundert fassbaren deutschsprachigen Walser in Tschappina sind unter anderem über den Glaspass, auch Scala oder Stääga genannt, von Safien her eingewandert und haben Anteil an der allmählichen Germanisierung des Heinzenbergs. Bis zur Eröffnung der Fahrstrasse von Versam 1883 war der auch im Winter geöffnete Saumweg eine wichtige Verbindung der Safier zur Aussenwelt, vor allem zum Marktbesuch in Thusis.

Quellen und Literatur

  • E. und R. Tschupp, Die Flur- und Hofnamen von Tschappina, 1985
Weblinks
Weitere Links
e-LIR
Systematik
Verkehr / Pass

Zitiervorschlag

Jürg Simonett: "Glaspass", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.09.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015283/2005-09-07/, konsultiert am 18.05.2022.