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SebastianTanner

16.1.1590 bei der Belagerung von Pontoise (Ile-de-France), katholisch, Landmann von Uri in Altdorf. Sohn des Johann Jakob (->). 1) Barbara Imhof, Tochter des Johann, Hauptmanns und Kastlans von Bellinzona, 2) Magdalena Feer, Witwe des Junkers Hans Tammann, Obersten. Gutsbesitzer in Altdorf. 1566-1590 Inhaber der Gardehauptmannschaft von Ravenna. Ab 1575 Oberst in französischen Diensten. 1579-1583 Landesstatthalter, 1580-1590 Landeshauptmann, 1581-1589 Tagsatzungsgesandter, 1583-1585 Urner Landammann. Gemeinsam mit Schultheiss Heinrich Fleckenstein und Landammann Melchior Lussi führte Sebastian Tanner die spanische Partei in der katholischen Schweiz. In Uri stand er an der Spitze der Ligisten. Die höchsten Pensionen bezog er von Spanien, strich aber auch französische, savoyische, venezianische und päpstliche Jahrgelder ein. Er stand Ludwig Pfyffer nahe und legte sich das Adelsprädikat von Tanneck zu. Tanner galt als begabter Offizier und zählte zu den bedeutendsten Urnern seiner Zeit. 1565 Ritter vom goldenen Sporn.

Quellen und Literatur

  • G. Muheim, «Die Tagsatzungs-Gesandten von Uri», in HNU 16, 1910, 1-199, 143-148
  • L. Haas, «Die span. Jahrgelder von 1588 und die polit. Faktionen in der Innerschweiz z.Z. Ludwig Pfyffers», in ZSK 45, 1951, 81-108, 161-189
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Zitiervorschlag

Urs Kälin: "Tanner, Sebastian", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.08.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015611/2012-08-13/, konsultiert am 15.04.2024.