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Jean-Frédéric deMontmollin

8.7.1740 Neuenburg, 19.12.1812 Neuenburg, ref., von Neuenburg und Valangin. Sohn des Georges (1710-80), Neuenburger Staatsrats und Maires von Valangin, und der Magdeleine de Pury. Bruder des Georges (->). Neffe von Emer (->) und Samuel de Marval. Marie-Anne Marguerite Deluze, Tochter des Jean-Jacques, Zeugdruckers. Nach vierjähriger Handelslehre kehrte M. 1760 nach Neuenburg zurück, wo er 1766 mit seinem Bruder Abram eine Zeugdruckerei gründete. Später errichtete M. auf seinem Gut La Borcarderie (Gem. Valangin) mit seinem künftigen Schwiegervater eine Fabrik. 1777 wurde er zum Maire von Valangin und 1778, als Ersatz für seinen Vater, zum Staatsrat ernannt. Nachdem er 1793 demissioniert hatte, nahm M. 1795 seine Ämter wieder auf, versuchte jedoch 1802, von seinen strafrechtl. Untersuchungspflichten entbunden zu werden. Ab 1781 korrespondierte er mit dem Bankier David de Pury, einem Freund und Protégé der Familie. Anonym verteilte er für de Pury bedeutenden Geldsummen, die dieser ihm aus Lissabon zukommen liess und informierte de Pury über den Stand der Bauarbeiten am Neuenburger Ratshaus, das der Bankier finanzierte. 1793 löste sich die Gesellschaft Deluze, Montmollin et Cie auf und M. widmete sich fortan ganz seinen öffentl. Ämtern und der Verwaltung seiner Güter. 1806 wurde er zum Präs. des Staatsrats und zum Richter des Gerichts der Drei Stände ernannt. Er amtierte als Kammerherr des preuss. Königs und war ein Vertrauter des Gouverneurs Louis-Théophile de Béville, mit dem er eine Korrespondenz führte. 1789 Stiftsherr von St. Peter und Paul in Magdeburg. 1760 Mitglied der Société du Jardin, 1791 Gründungsmitglied der Société d'émulation patriotique.

Quellen und Literatur

  • Quellet-Soguel, Notices, AEN
  • A. Schnegg, «Un correspondant neuchâtelois de David de Pury», in MN, 1944, 65-80
  • C. und R. de Montmollin, Contribution à l'histoire de la famille de M., 1949
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