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Jean deGrangier

vor 19.10.1601, katholisch. Herr von Liverdis und Gagny. Kammerrat und Kammersekretär des französischen Königs, Schatzmeister, 1573-1587 Gesandter bei den Drei Bünden. Gegenüber der Neuenburger Obrigkeit und dem Corpus helveticum in Solothurn sowie in der Freigrafschaft vertrat Jean de Grangier die Interessen von Marie de Bourbon im Kampf um die Herrschaft Valangin. 1584 liess er die dortigen Untertanen den Treueeid auf die Herzogin leisten. Am 15. September 1585 schloss er in ihrem Namen ein Abkommen mit den Quatre-Ministraux (städtische Exekutive) von Neuenburg, den sogenannten Traité de Liverdis, der deren Freiheiten und Machtgrenzen festlegte.

Quellen und Literatur

  • E. Rott, Histoire de la représentation diplomatique de la France auprès des cantons suisses, de leurs alliés et de leurs confédérés 2, 1902, 323-338
Weblinks
Kurzinformationen
Lebensdaten ✝︎ vor 19.10.1601

Zitiervorschlag

Anne-Françoise Schaller-Jeanneret: "Grangier, Jean de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.07.2007, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015683/2007-07-17/, konsultiert am 06.10.2022.