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Johann JakobZiegler

8.6.1587 Schaffhausen, 3.6.1656 Schaffhausen, reformiert, von Schaffhausen. Sohn des Christoph, Vogtrichters und Obherrn der Kaufleutestube, und der Ursula Peyer. Bruder des Alexander (->). Enkel des Johann Jacob (->). 1614 Dorothea Peyer. Rechtsstudium in Orléans, Heidelberg, Marburg und Basel, 1614 Dr. iur. an der Universität Basel. Mehrjährige Reisen nach England und Frankreich. 1623-1634 Stadtschreiber von Schaffhausen, ab 1634 Mitglied des Kleinen Rates, 1641 Seckelmeister, 1642 Eherichter und Statthalter, Obervogt der Vogteien Herblingen und Buch, 1645-1656 Bürgermeister von Schaffhausen. Johann Jakob Ziegler vertrat Schaffhausen über hundert Mal auf der eidgenössischen Tagsatzung. Er unternahm zahlreiche Missionen für seine Stadt und die Eidgenossen und vermittelte 1634 im Streit zwischen Zürich und den fünf katholischen Orten wegen des Matrimonial- und Kollaturstreits im Thurgau und im Rheintal. 1646 brachte er ein juristisches Gutachten in die Friedensverhandlungen zur Beendigung des Dreissigjährigen Krieges ein, das wesentlich zur Anerkennung der Exemtion der Eidgenossen vom Reichskammergericht beitrug. Wegen Begünstigung seiner Söhne geriet er wiederholt in politische Bedrängnis.

Quellen und Literatur

  • E. Breiter, Die Schaffhauser Stadtschreiber, 1962, 115-128
  • K. Schib, Beitr. zur Gesch. der Ziegler von Schaffhausen, 1978, 25-42
  • K. Schmucki, Steuern und Staatsfinanzen, 1988, 538 f.
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Zitiervorschlag

René Pahud de Mortanges: "Ziegler, Johann Jakob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.01.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015846/2012-01-11/, konsultiert am 21.06.2024.