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Guillaume dePierrefleur

vor oder 1513 Orbe, 1579/80 Orbe, von Orbe. Sohn des Adligen Pierre, Notars und Stadtammanns, sowie der Catherine de Bionnens. 1) um 1535 Anne de Glâne, Tochter des Benoît, Herrn von Cugy, 2) 1547 (Name unbekannt). Wahrscheinlich wie sein Vater Notar. Mitglied des Zwölferrats sowie 1548, 1554, 1561, 1570 und 1577 Stadtammann. P. hinterliess Memoiren, von denen nur eine unvollständige Kopie zu den Jahren 1530-61 erhalten ist. Während der Durchsetzung der Reformation 1554 in Orbe zwangsbekehrt, blieb P. dem Katholizismus treu. Er berichtete über Widrigkeiten, die den ersten Predigten Guillaume Farels gefolgt wären und warf Freiburg vor, die Katholiken der gemeinen Herrschaft Orbe-Echallens ungenügend gegen Berns Vorgehen verteidigt zu haben. In seinem Bezug auf Behörden, Wirtschaft, Klima und anderes mehr ist der Text eine interessante Quelle zur Lokalgeschichte. Einige Passagen über europ. Ereignisse kopieren Textstellen aus dem Werk des ref. Strassburgers Johann Sleidan.

Quellen und Literatur

  • Mémoires de P., hg. von L. Junod, 1933
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