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FrançoisPoullain de la Barre

Juli 1647 Paris, 4.5.1723 Genf, kath., dann ref., ab 1716 Bürger von Genf (kostenlose Aufnahme). Sohn des Nicolas, Advokaten im Parlament von Paris. 1690 Marie Ravier, Tochter des Antoine, Bürgers von Genf. 1663 Magister Artium an der Pariser Sorbonne, 1666 Bakkalaureus der Theologie. Nachdem P. mit Anhängern von René Descartes Kontakte gepflegt hatte, verfasste er die erste feminist. Abhandlung in franz. Sprache ("De l'égalité des deux sexes [...]" 1673), in der er das gängige Vorurteil weibl. Unterlegenheit kritisierte. In den folgenden Schriften "De l'éducation des dames [...]" (1674) und "De l'excellence des hommes [...]" (1675) entkräftete er ein letztes Mal die wichtigsten zeitgenöss. Argumente der Ungleichheit der Geschlechter. Nach mehreren Jahren als Seelsorger in der Picardie trat P. zum Protestantismus über und flüchtete nach Genf, wo er sich 1688 um Aufnahme als Habitant bewarb. Als Lehrer am Gymnasium veröffentlichte P. 1691 den "Essai des remarques particulières sur la langue françoise pour la ville de Genève" und 1720 "La doctrine des protestans [...]".

Quellen und Literatur

  • M. Alcover, P., 1981
  • G. Conti Odorisio, P. e la teoria dell'uguaglianza, 1996
  • S. Stuurman, François Poulain de la Barre and the Invention of Modern Equality, 2004
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Lebensdaten ∗︎ Juli 1647 ✝︎ 4.5.1723