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UrbainOlivier

3.6.1810 Eysins, 25.2.1888 Givrins, ref., von La Sarraz und Eysins. Sohn des Jean-Michel-Louis, Bauern, und der Marianne-Madeleine geb. O. Bruder des Juste (->). 1832 Louise Prélaz, Arzttochter, seine Cousine. Progymnasium in Nyon, danach Mitarbeit auf dem elterl. Hof. 1831 wurde O. für die militär. Intervention der Tagsatzung während der Basler Trennungswirren aufgeboten und hielt seine Eindrücke in einem Tagebuch fest. 1832 war er Notariatsangestellter, 1838 Gemeindepräs. von Eysins, 1839-61 Domänenverwalter der Fam. de Saint-Georges in Changins und Duillier. 1842 liess sich O. in Givrins nieder, wo seine Frau ein kleines Gut geerbt hatte. Während des Sonderbundskriegs 1847 entstand sein zweites Tagebuch. 1854-87 erschienen 35 Romane und Erzählungen (ab 1857 im Verlag von Georges-Victor Bridel), in denen O. Land und Leute beschrieb. Sein religiöses Denken war von der Erweckungsbewegung (Réveil) geprägt. Dank dem Zuspruch eines breiten Publikums konnte O. ab 1861, wenn auch bescheiden, von der Schriftstellerei leben.

Quellen und Literatur

  • BCUL, Nachlass
  • F. Olivier, La carrière d'Urbain O., 1944
  • F. Châtelain, A. Lasserre, La vie villageoise dans la région de Nyon au XIXe siècle, 1988
  • Urbain O., Ausstellungskat. Lausanne, 1989
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Lebensdaten ∗︎ 3.6.1810 ✝︎ 25.2.1888