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Hirschensprung

Klus an der Rheintalstrasse von Rüthi nach Oberriet, zwischen Blattenberg und Bismer in der Gemeinde Rüthi SG. Es handelt sich um einen tertiären Längsbruch im helvetischen Schrattenkalk, entstanden beim Einsinken des Rheintalgrabens, subglazial ausgespült und vertieft. Das Wappen von Rüthi spielt auf die Sage vom Hirsch an, der hier im Sprung den Jägern entkam. 1905 wurde ein neolithisches Grab gefunden. Im Frühmittelalter lag am Hirschensprung die Grenze zwischen Alemannien und Churrätien, weshalb gegen Süden vermehrt vordeutsche Namen auftreten.

Quellen und Literatur

  • T.A. Hammer, Die Orts- und Flurnamen des St. Galler Rheintals, 1973, 166 f.
  • P. Nagy, «Das Neolithikum im Kt. St. Gallen», in HA 27, 1996, 61 f.

Zitiervorschlag

Markus Kaiser: "Hirschensprung", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.12.2007. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015964/2007-12-18/, konsultiert am 02.07.2022.