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GrubSG

Dorf, Orts-, Schul- und Kirchgemeinde, Teil der polit. Gem. Eggersriet SG. Das Strassendorf am Südhang des Rorschacherbergs umfasst G. sowie die Weiler Underbilchen, Büel und Fürschwendi und grenzt an die Gem. Grub (AR). 1459 Gruob. 1798 600 Einw.; 1893 645; 1950 440; 2000 488. Die Appenzeller schoben im 15. Jh. ihre Grenzen auf das Gebiet von G. vor. 1449 kaufte die Abtei St. Gallen von den Herren von Rorschach die Lehen in G. zurück. Die erste Grenzziehung zu Appenzell erfolgte 1458 entlang dem Mattenbach, die definitive Trennung in einen äbt. und einen appenzell. Ortsteil im Laufe der Reformation. G. war Hauptmannschaft im äbt. Gericht Rorschach. 1724 teilten G., Rorschach und Rorschacherberg gemeinsames Allmendland unter sich auf. 1589 erlangte das kath. G. das Mitbenutzungsrecht an der auf appenzell. Boden befindlichen ref. Kirche. 1635 wurde die Josephskapelle errichtet (1764 abgebrochen). 1751 trennte sich G. kirchlich von appenzellisch G. und errichtete 1755 eine eigene Kirche. 1892 wurde die Lourdeskapelle auf dem Rossbüchel gebaut.

G. lebte von der Landwirtschaft und den Sandsteinbrüchen in Underbilchen, im 18. Jh. kam die Heimindustrie dazu. Am Ende des 19. Jh. entstand der Ausflugs- und Kurbetrieb auf dem Rossbüchel. 1876 erhielt G. mit der Station Schwendi bei Heiden Anschluss an die Rorschach-Heiden-Bahn. Im gewerbearmen G. dominiert immer noch die Landwirtschaft. Zahlreiche Wegpendler nach Rorschach, Heiden, Goldach und St. Gallen. Seit 1978 gemeinsame Primarschule mit appenzellisch G. 1990 Bau einer Mehrzweckhalle.

Quellen und Literatur

  • O. Kleger, W. Züst, G., 1975
  • TA, 1.9.1980
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