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Glärnisch

"Der Glaernisch von der Scheidek des Fluhbergs den 10. Mai 1794". Feder und Aquarell von Hans Conrad Escher von der Linth (ETH-Bibliothek Zürich, Graphische Sammlung).
"Der Glaernisch von der Scheidek des Fluhbergs den 10. Mai 1794". Feder und Aquarell von Hans Conrad Escher von der Linth (ETH-Bibliothek Zürich, Graphische Sammlung).

Gebirgsmassiv auf der linken Seite des Linthtals im Kanton Glarus, bestehend aus dem Vorderglärnisch (2327 m), südwestlich von Glarus unmittelbar aus dem Tal emporsteigend, und den höchsten Gipfeln Vrenelisgärtli (2904 m) und Ruchen (2901 m) weiter westlich. 1560 Glärnischt.

Am Gebirgssockel Verrucano und Flysch, weiter oben Jurakalk und verschiedene Kreidebildungen, Versteinerungen (v.a. Austernbänke). In prähistorischer Zeit gewaltiger Bergsturz auf der Südostseite zwischen Vorderglärnisch und Vrenelisgärtli, dessen Schutt die Topografie des Talgebiets von Schwanden bis Glarus prägt. Auf Guppen über Schwanden wurde um 1525 Silber, später auch Eisenerz abgebaut; dieses wurde im 16. Jahrhundert auch auf der Klöntaler Seite unterhalb des Ruchen gewonnen. 1593 und 1594 ereigneten sich Bergstürze an den sogenannten Drei Schwestern am Vorderglärnisch. 1867 Einrichtung einer ersten primitiven Schutzhütte (1868 Einweihung). 1885 Bau der SAC-Hütte auf 1995 m am Zugang zum Ruchen, 1931 Erweiterung, 1985 Umbau. Zwischen 1926 und 1968 war der Glärnisch Wildasyl.

Quellen und Literatur

  • W. Blumer, Der Glärnisch in der Entwicklung des Kartenbildes, 1934
  • R. Bühler, Vom Glärnisch, 1937
  • Glarner Nachrichten, 23.7.1993
Weblinks
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Zitiervorschlag

Karin Marti-Weissenbach: "Glärnisch", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.09.2006. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015973/2006-09-28/, konsultiert am 15.06.2024.