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Kerenzerberg

Bergterrasse und Verkehrsweg im Kanton Glarus zwischen Mollis und Mühlehorn über dem linken Ufer des Walensees. In augusteischer Zeit diente der Via circinata genannte Kerenzerberg vermutlich als Strassenverbindung zwischen den Bündner Pässen und Zürich. Bis ins 14. Jahrhundert wurde er als Kirchweg nach Schänis, dann nach Obstalden genutzt. Die Gefahren einer Überfahrt über den Walensee zwangen oft zur mühsamen Überquerung des Kerenzerbergs: zum Beispiel der Verkehr nach der Glarner Vogtei Werdenberg und die Kriegszüge der Franzosen 1798-1802. Am Mürtschenstock wurde um 1600 und im 19. Jahrhundert Kupfer und Erz abgebaut. 1836-1851 erfolgte der Bau der Kerenzerbergstrasse. Sie war bis zur Eröffnung der Walenseestrasse 1964 die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Zürich und Graubünden.

Quellen und Literatur

  • J. Winteler, Über einen röm. Landweg am Walensee, 1894
  • D. Aebli, «Römer am Walensee», in JbGL 65, 1974, 11-45

Zitiervorschlag

Karin Marti-Weissenbach: "Kerenzerberg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.12.2006. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015974/2006-12-13/, konsultiert am 25.05.2024.