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Gilles

2.6.1895 (Jean Jacques Maurice Villard) Vernex (Gem. Montreux), 26.3.1982 Saint-Saphorin (Lavaux), ref., von Daillens. Sohn des Louis Villard, Architekten, und der Mathilde geb. Isoz. 1) 1921 Charlotte Moisson, Tochter des Charles, Ingenieurs (1935 Scheidung), 2) Evelyne Wuerchod, Tochter des David. G. spielte 1918 die Rolle des Teufels bei der Lausanner Erstaufführung von "Histoire du soldat" von Charles Ferdinand Ramuz und Igor Strawinsky. 1919-24 war er Regisseur und Schauspieler bei Jacques Copeau in Paris. 1924 verliess Copeau die Hauptstadt, und G. spielte bis 1929 mit dessen Truppe (Copiaus) im Burgund. Danach war er als Autor, Komponist und Sänger tätig. 1940 gründete er in Lausanne das Cabaret Coup de Soleil, das zu einem Ort des Widerstands gegen den Nazismus wurde. Zurück in Paris eröffnete er 1947 das Cabaret Chez Gilles, wo er im Duo auftrat - 1932-39 mit Aman Maistre als G. et Julien, 1940-48 mit Edith Burger als Edith et G., 1948-75 mit Albert Urfer als G. et Urfer - und Eigenkompositionen sang ("Dollar" 1932, "Les Trois Cloches" 1940, "14 juillet" 1942, "Le Bonheur" 1948, "La Venoge" 1954, "Nos Colonels" 1958). G. wurde zu einer bestimmenden Figur des franz. Chansons. Er verfasste auch zwei Theaterstücke, "Passage de l'étoile" (1950) und "La Grange aux Roud" (1960), die beide im Théâtre du Jorat uraufgeführt wurden.

Quellen und Literatur

  • ACV, Nachlass
  • A. Urfer, Qui va piano ..., 1978
  • A. Décotte, Le siècle de G., 1995
  • Francillon, Littérature 3, 185-192, 197
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Jean Jacques Maurice Villard (Taufname)
Lebensdaten ∗︎ 2.6.1895 ✝︎ 26.3.1982