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BergierVD

Nicolas Bergier (1686–1741) als Jäger. Ölgemälde von Barthélémy Guillebaud, 1732 (Musée historique de Lausanne).
Nicolas Bergier (1686–1741) als Jäger. Ölgemälde von Barthélémy Guillebaud, 1732 (Musée historique de Lausanne). […]

Ab 1442 in Lausanne ansässige Bürgerfam., die mit Jean aus Chambéry (F) eingewandert war und im Waadtland eine grosse Zahl an Lehen und Herrschaften besass. Im MA entstammten ihr bedeutende kirchl. Würdenträger, nach 1536 gehörten mehrere Mitglieder der ref. Geistlichkeit an. Bis 1798 stellte die Fam. zahlreiche Offiziere in fremden Diensten, v.a. in Holland, Frankreich, Sardinien, Spanien und England. Unter Berner Herrschaft hatten die B. im 16. und 17. Jh. in Lausanne etliche Male den Posten des Vogteischreibers inne und sassen in den Räten der Stadt. Man fand sie auch in versch. obrigkeitl. Ämtern, u.a. als Seckelmeister, Venner, Gerichtsherr, Spitalmeister, Bauherr, Grossweibel, Kastlan von Montheron und Curial von Ecublens. Einige Mitglieder der Fam. zeichneten sich während der Waadtländer Revolution und der Helvet. Republik aus. Jean hatte zwei Söhne: Jean, Pfarrverweser der Kapelle Notre-Dame und ab 1536 Schatzmeister, und Nicod (1548), Chirurg der zwei letzten Lausanner Bischöfe. Nicods Sohn Jacques (1500?-72), Sekr. der Lausanner Disputation von 1536, hatte drei Söhne: Jean (1591), André (1593) und Jacques (1550-1624), die die Stammväter der Linien von Lutry, Jouxtens und Le Mont(-sur-Lausanne) sind. Die beiden ersten Zweige starben zu Beginn des 19. Jh. aus, während derjenige von Le Mont noch heute existiert. Die Linie von Lutry hatte den Sitz Les Bergières in Lausanne erworben. David-Abraham (->) war der letzte Nachkomme des Zweigs von Jouxtens. Aus der Linie von Le Mont verdienen folgende Personen besondere Erwähnung: Jean-Pierre (->), dessen Sohn Gabriel (->) und Enkel Jean-Pierre (->), sowie Pierre-Elie (->) und Victor (->).

Quellen und Literatur

  • ACV, Genealog. Dossiers
  • FamA Jean-François B., Zug
  • J.-F. Bergier, «La famille B. autour de 1803», in Vaud sous l'Acte de Médiation, 2002, 79-81